Gecko in the box Fensterdekoration

Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf: Mit den frischen Dessins von GECKO IN THE BOX dekorieren Sie Glasflächen im Innenraum nach Belieben und experimentieren, wie es Ihnen gefällt. Die Sets sind je nach Sujet mit 15 bis 39 Teilen bestückt, frei kombinierbar und entfalten damit zahlreiche Variationsmöglichkeiten. Mit den saisonalen Sujets wie flatternden Schmetterlingen, zarten Blüten oder, passend zur Jahreszeit, herbstlichen Blätte, r setzen Sie passend zur Jahreszeit inspirierende Akzente.
Bei uns erhätlich.

Zukunftstag in der Schreinerei Perren

Am Donnerstag, 14. November 2019 findet der jährliche, nationale Zukunftstag statt.
Ziel des Zukunftstages ist es, junge Menschen auf die Vielfalt der Zukunftsperspektiven aufmerksam zu machen und ihr Interesse für Arbeitsbereiche und die Berufswahl zu wecken.
Auch wir geben Schülern und Schülerinnen die Gelegenheit, den Zukunfstag  in unserem  Betrieb zu verbringen.

Die jungen Leute werden unsere Mitarbeitenden einen Tag lang begleiten und so etwas Schreinerluft schnuppern. Möglicherweise ist dies der erste Schritt zu einer späteren Berufsausbildung in unserem Betrieb.

Es hat noch freie Plätze, melde dich gleich an:
reinhard@perrenag.ch

„Hüöre güöt ist ein wunderbarer Ausdruck“

Ein welscher Möbelschreiner zum Deutsch lernen im Oberwallis? François Gross hat dieses Experiment gewagt. Für ihn steht fest: „Ich nehme viel mehr mit nach Hause ins Unterwallis als bloss die Gitarre, die ich hier selbst gebaut habe.“

François, bist du froh oder traurig, das Perren-Team zu verlassen?

Françcois: Das ist eine sehr schwierige Frage. Denn auf der einen Seite war ich in den letzten Monaten weit weg von Freunden und Familie. Ich bin also froh, wieder in meiner gewohnten Umgebung leben zu können. Auf der anderen Seite lasse ich hier gute Kollegen zurück, was mich traurig macht. Es werden mir sehr gute Erinnerungen und Erfahrungen bleiben, die ich mitnehmen kann.

Was war das eindrücklichste Erlebnis in deiner Zeit im Oberwallis?

Françcois: Ich glaube, das war die Unberührtheit und Eindrücklichkeit der Landschaft. Man hat es hier im Goms geschafft, die Natur zu nutzen, ohne sie zu stark kaputt zu machen. Die Dörfer haben Ihren rustikalen Charme behalten. Etwas, das uns im Unterwallis nicht wirklich gelungen ist.

Was war das Schlimmste bei deinem Aufenthalt im Goms?

Françcois: Das war am Anfang sicherlich die Sprache, also der Gommer Dialekt. Denn ich habe genau nichts verstanden. Zum Glück haben sich die Kollegen sehr viel Mühe gegeben, Hochdeutsch mit mir zu sprechen. Dadurch konnte ich die Sprachbarriere leichter überwinden und habe sprachlich sehr profitieren können.

Was würdest du einem welschen Kollegen raten, der auch ins Oberwallis will?

Françcois: Ich würde ihnen auf jeden Fall raten, den Schritt ins Oberwallis zu wagen. Denn in einem Land wie der Schweiz und einem Kanton wie dem Wallis ist es absolut notwendig, die andere Sprache verstehen und sprechen zu können.

Wie gut haben deine Chefs, vor allem Reini, Französisch von dir gelernt?

Françcois: Reini hat mir am Anfang gesagt, dass er nicht gerade viel Ahnung von Französisch hat. Das war mein Glück, denn so musste ich Deutsch sprechen. Aber am Ende hat auch Reini ein paar Brocken Französisch aufgeschnappt und hat seine Sprachkenntnisse in Französisch verbessern können.

Wie würdest du deinen Wissensstand in Sachen Deutsch auf einer Skala von 0 bis 10 bewerten?

Françcois: Am Anfang hatte ich wirklich Mühe, mich zu trauen, etwas zu sagen. Aber dann ging es ganz gut. Ich bin mit Kenntnissen der Stufe zwei bis drei hierhergekommen und ich verlasse das Oberwallis nicht ohne Stolz mit einer Fünf bis Sechs.

Dann lass uns mal dein „Wallisertitsch“ testen: Was ist das Lieblingsfluchwort deiner Arbeitskollegen?

Françcois: Olalà, da sind ein paar gute Ausdrücke dabei, die ich nicht alle wiedergeben möchte. Besonders gefallen haben mir «Gopfertoori» und «Hüöre Schiissdräck». Was mir besonders aufgefallen ist, war die Tatsache, dass meine Arbeitskollegen es gar nicht hören konnten, wenn ich früh morgens mit einem «Grüezi» die Werkstatt oder die Baustelle betreten habe. Komische Reaktion… (François lacht laut)

Was heisst: „Hüöre güöt“?

Françcois: Das heisst auf Französisch so viel wie «vachement bien», ein wunderbarer Ausdruck übrigens.

Was isch es „Lädi“?

Françcois: Das ist einfach, das ist ein Brett.

 

Was isch es „Gütti“?

Françcois: Den Ausdruck habe ich zwar von den Kollegen hier nie gehört. Aber ich weiss, dass es vom Französischen «Coutteau» kommt und Sackmesser bedeutet. Habe ich den Deutschtest bestanden?

Kann man so sagen. Wir wünschen dir alles Gute, privat und auf deinem weiteren Berufsweg, François.

Françcois: Merci beaucoup et à la prochaine…

Neuer Schreinerlehrling: Pascal ist der 30.

Die lange Tradition der Lehrlingsausbildung bei der Schreinerei Perren AG geht in eine neue Runde. Mit Pascal Gorsatt feiert das Unternehmen seinen 30. Lehrling.

 

Etliche holzverarbeitende Betriebe haben Mühe, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. Nicht so die Schreinerei Perren AG. Der Grund: Lehrlinge werden vom gesamten Team voll unterstützt, können sich bei Fragen und Problemen immer an die Chefs und den Lehrlingsbeauftragten wenden und alle Lehrlinge wissen: Jeder hat bisher seine Lehre bei der Schreinerei Perren AG mit Erfolg abgeschlossen.  

Sehen, was man geleistet hat

Mit Pascal Gorsatt beginnt in diesen Tagen bereits der dreissigste Lehrling die Ausbildung beim Team der Perren AG. Die spannenden Arbeit mit dem natürlichsten aller Bau- und Werkstoffe ist für ihn wichtig:  „Als Schreiner kann ich etwas herstellen, das wirklich gebraucht wird und das den Leuten gefällt.“  Dass er der geborene Praktiker ist, zeigt sich vor allem an der folgenden Aussage: „Für mich ist auch entscheidend, dass ich am Abend sehe, was ich geleistet habe.“ Ein fertiges Möbelstück oder auch der sichtbare Fortschritt der Arbeiten bei einem Wohnungsumbau, das ist Motivation pur für den angehenden Schreinerlehrling. 

Das Team der Schreinerei Perren AG wünscht Pascal viel Erfolg und Freude bei seiner Berufswahl.

Wenn alte Wände reden könnten?

Was, du alte Wand, willst du mir sagen?  Dieser Gedanke schiesst mir ab und an durch den Kopf, wenn beim Umbau uralter Gebäude Details zutage treten, die überraschen. Manchmal sind es Spuren eines Brandes. Manchmal alte Inschriften oder Kritzeleien. In diesem Fall in Bellwald waren es Teile einer Tapete, die unter mehreren Schichten plötzlich in ein paar Fetzen an der fast schon schwarzen Wand hingen.

Tapeten in einem alten Walliser Haus? Das ist nicht nur ungewöhnlich, sondern geradezu eine Rarität. Denn woher sollte in einem alten Walliser Bauernhaus eine Tapete kommen, die vor 150 oder 200 Jahren dort hingeklebt worden war? Wie ist der Hausbesitzer an  diese Rarität rangekommen? Wo hätte er sowas vor 200 Jahren erstehen können?

Denn den Tapezierer oder Maler „um die Ecke“ hat man damals im Oberwallis vergebens gesucht. Ganz abgesehen davon, dass für solchen „Chichi“ wohl kaum Geld zur Verfügung stand. Der einzige Ort, an dem damals Tapeten verwendet wurden, waren um 1850 herum die ersten Hotels, die in der Gegend entstanden. Das Ofenhorn im Binntal, das Jungfrau auf Kühboden, das Glacier du Rhône und das Bellevue in Gletsch – hier vergnügte sich die vornehmlich englische „haute volée“ zwischen Seidenvorhängen, leder- und samtbezogenen Möbeln und eben tapezierten Wänden. 

War der Hausbesitzer beim Bau dieser Häuser beteiligt? Hatte er Gefallen an Tapeten gewonnen?  Wurde ihm ein Stück aus Dankbarkeit geschenkt? Oder hatte er ein paar „Abfälle“ still und heimlich abgezweigt, um seinem Heim ein wenig Glanz zu verleihen oder einfach den Wind daran zu hindern, durch die Ritzen zu blasen?

Antworten auf diese Fragen werden sich wohl kaum finden lassen. Doch eines weiss ich gewiss: Es lohnt sich ab und an beim Abriss alter Innenausstattungen etwas genauer hinzuschauen, um sich damit einen Einblick in vergangene Zeiten und vielleicht in die Träumereien und Hoffnungen der damaligen Bewohner zu erhaschen.

Denn solange ist es nicht her in unserer Gegend, als noch kleine Dinge Luxus bedeuteten. Als man an scheinbar Geringem Gefallen fand. Als man sich mit Nichtigkeiten an das noble Leben anderer herantasten wollte. Als man sich mit einer simplen Tapete den Traum von einem besseren weil weniger hartem Leben  in die eigenen vier Wände holte. 

Wenn Sie also nächstens einen Umbau Ihres alten Walliser Hauses planen: Schauen Sie genau hin. Denn mit Garantie verstecken sich dort viele Geschichten wie diese, die Respekt statt Kettensäge verlangen.

Ihr Sch-Reini