«Holz fasziniert mich auch nach 30 Jahren jeden Tag!»

Seit 30 Jahren ist André Kiechler Teil der Schreinerei Perren AG. Ein Jubiläum, das in der heutigen Zeit immer seltener gefeiert werden kann. Wir machen uns auf die Suche nach den Gründen für diese Treue.

 

André, erinnerst du dich noch an deinen ersten Arbeitstag vor über 30 Jahren?

Das weiss ich nicht mehr genau. Vermutlich war ich ziemlich kleinlaut und schüchtern und die Werkstatt sah natürlich damals ganz anders aus. . Genau weiss ich aber, dass ich rasch merkte, in einer Firma mit gutem Teamgeist und familiärem Arbeitsklima angekommen zu ein. Von der gut eingerichteten Werkstatt und der Kompetenz der anderen Mitarbeiter konnte ich sehr rasch profitieren. Das hat sich bis heute nicht verändert.

 

Was ist der Grund dafür, dass du so lange beim selben Arbeitgeber geblieben bist?

Erstens muss man wohl der Typ sein, der viel von Loyalität hält und nicht gleich bei jeder sich bietenden Gelegenheit weiterzieht. Zweitens konnte ich mich hier immer wieder weiterentwickeln und neue Aufgaben übernehmen, die ich spannend finde. Und drittens verstehe ich mich sehr gut mit den Chefs und den Kollegen. Dabei dürfen auch mal die Fetzen fliegen, wenn man nicht derselben Meinung ist. Aber nachher krempelt man wieder die Ärmel hoch und geht gemeinsam ans Werk.

 

Dein Beruf hat sich im Laufe der Zeit stark verändert?

Da geht es dem Schreinerberuf nicht anders als vielen anderen Bereichen auch. Dabei sind die enormen Fortschritte in der Technik durch die Digitalisierung und ständig modernere und bessere Maschinen nur ein Teil. Das Thema Arbeitssicherheit und die Verminderung von Staub durch moderne Systeme sind weitere Punkte, in denen sich die Arbeit in einer Schreinerei in keiner Art und Weise mit der vor 30 Jahren vergleichen lässt. Ganz entscheidend ist auch der Kontakt und der Umgang mit den Kunden. Früher war der Schreiner ein Handwerker, der in der Bude seine Arbeit erledigte und vor Ort auf Montage auch nur auf die Arbeit schaute. Heute ist man viel stärker ein Dienstleister, der sich auf Montage oder auch in der Werkstatt direkt mit den Kunden beschäftigt und ihre Anliegen entgegennimmt und versucht, diese umzusetzen.

 

Dann sind noch keine Abnutzungserscheinungen ersichtlich, wenn es um deinen Beruf als Schreiner geht?

Nein! Der Grund, weshalb ich Schreiner geworden bin, ist die Arbeit mit dem natürlichsten Rohstoff überhaupt, dem Holz. Wenn man sieht, was wir heute auf Basis von Holz im Innenausbau und bei Möbeln alles erschaffen können, wird klar, dass dieser wunderschöne Werkstoff in Sachen Vielfältigkeit fast keine Grenzen kennt. Zu erleben, wie aus einem Stück Holz ein Designmöbel, ein energetisch perfektes Fenster oder eine schöne und erst noch einbruchsichere Tür wird, fasziniert mich auch nach 30 Jahren jeden Tag aufs Neue. Der Vorher-Nachher-Effekt in einer renovierten Wohnung ist manchmal kaum zu glauben. Das alles kann Holz. Wieso sollte ich da Abnutzungserscheinungen haben?

André, danke für das Gespräch.

 

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